Hallo, Ziele!

Ziele der Energiewende in der Metropolregion Nürnberg

Im Pariser Klimaabkommen vereinbarten alle 195 Mitgliedsstaaten der UN im Dezember 2015, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad (möglichst sogar auf 1,5 Grad) zu beschränken. Um dieses wichtige Ziel erreichen zu können, müssen Länder, Regionen und Bürger zusammenarbeiten.

Für Deutschland bedeutet das, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um 38 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu reduzieren. Auch die Metropolregion Nürnberg will und muss hierzu ihren Beitrag leisten. So hat sie sich im Jahre 2018 zum Ziel gesetzt, bis 2030 insg. 40 Prozent der emittierten 30 Millionen Tonnen CO2 einzusparen – also etwa 11 Millionen Tonnen.

Grafik zur CO2-Reduktion von 30 Mio auf 19 Mio Tonnen

CO2-Reduktion

Die Europäische Metropolregion Nürnberg hat sich in Sachen Klimaschutz ambitionierte Ziele gesteckt: 11 Millionen Tonnen CO2 – oder anders gesagt: 40 Prozent der aktuell emittierten 30 Millionen Tonnen CO2 – sollen bis 2030 eingespart werden.

Auch die N-ERGIE, die sich als eines der größten Energieunternehmen Deutschlands ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst ist, nimmt sich dieser Aufgabe engagiert an.

Neue Wege für den Klimaschutz

Im März 2018 luden wir deshalb über 50 Fachleute aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und von Umweltverbänden ein, um Lösungen für den Klimaschutz in der Metropolregion zu erarbeiten. Das Ergebnis: ein umfassendes Vorhabenpaket aus 150 Einzelmaßnahmen für die Bereiche Wärme, Strom und Verkehr. Mit dieser Veranstaltung setzte die N-ERGIE ihre Initiative für eine dezentrale Energiewende fort. Denn nun gilt es, den Ergebnissen der Prognos-Studie “Dezentralität und zellulare Optimierung“ aus dem Jahr 2016 Taten folgen zu lassen.

Strom

Ob Sonne, Wind, Erdwärme, Wasser oder Biomasse – anders als fossile Brennstoffe erzeugen erneuerbare Energieträger bei der Energiegewinnung keine schädlichen Treibhausgase. Das kommt sowohl uns Menschen als auch der Natur zugute.

Eine saubere Sache – Ökostrom aus der Region

In der Metropolregion werden derzeit jährlich rund 8 Terawattstunden Ökostrom erzeugt. Etwa doppelt so viel müssten wir produzieren, um beim Klimaschutz einen deutlichen Fortschritt zu machen.

Ökostrom und die Energiewende in der Metropolregion

Ziele der N-ERGIE für 2030:

  • Die von der N-ERGIE aus erneuerbaren Energien erzeugte Strommenge vervierfachen (im Vergleich zu 2018)

Vorhaben und Ziele der Metropolregion:

  • Weitere Flächen für Photovoltaik- und Windkraftanlagen bereitstellen
  • Betrieb von Biogasanlagen optimieren (als Ergänzung zu Sonne und Wind) und auf Reststoffe umstellen
  • Bürgerbeteiligung stärken
Grafik zum Ausbau der Ökostrom-Ergzeugung von 8 auf 16 TWh
Grafik zur Erhöhung der Sanierungsquote für Heizungen von 0,9 auf 2,0 Prozent

Wärme

Wärme ist Komfort – und aktuell leider noch einer der größten Energie­fresser in Deutschland. Rund die Hälfte des Energieverbrauchs in der Metropolregion geht derzeit auf den Wärmesektor zurück.

Einsparpotenziale erkennen und nutzen

Dass etwa 60 Prozent der Heizungen in Wohnimmobilien, Büroräumen und Industriegebäuden veraltet sind und zu viel CO2 emittieren, ist nur eine von vielen Ursachen. Dieses Beispiel beweist aber auch: Hier besteht großes Einsparpotenzial.

Daher ist es unser Ziel, die Sanierungsquote von 0,9 Prozent (2018) auf 2,0 Prozent (2030) zu steigern.

Mehr Effizienz bei der Wärmeversorgung

Ziele der N-ERGIE bis 2030:

  • Fernwärme-Erzeugung aus erneuerbaren Energien um 50 Prozent steigern
  • Mindestens 30 Neubaugebiete weitestgehend emissionsfrei mit Nahwärme versorgen

Dafür setzt sich die Metropolregion ein:

  • Austausch von Heizungen vereinfachen und fördern
  • Sofortmaßnahmen einleiten, zum Beispiel hydraulischer Abgleich und Einsatz effizienter Heizungspumpen
  • Steuern auf Energieträger anhand ihrer CO2-Bilanz anpassen (weniger Steuern für „saubere“ Energie)
  • Kraft-Wärme-Kopplung fördern und verstärkt einsetzen

Verkehr

Rund 30 Prozent des Energieverbrauchs in der Metropolregion Nürnberg entfallen auf den Verkehr – und das obwohl Elektroautos und -busse inzwischen eine echte Alternative zu Verkehrsmitteln mit herkömmlichen Antrieben darstellen.

Grün statt grau – Elektromobilität auf den Straßen

Um den CO2-Ausstoß merklich zu reduzieren und damit die Klima­schutz­ziele zu erreichen, müssen im Jahr 2030 etwa 30 Prozent der Pkws und 70 Prozent der Busse auf den Straßen der Metropolregion einen CO2-neutralen Antrieb besitzen.

Mit Elektromobilität zur Energiewende in der Metropolregion

Ziele der N-ERGIE für 2030:

  • Gemeinsam mit den Partnern 50 Prozent aller Ladepunkte in der Metropolregion Nürnberg bereitstellen

Vorhaben und Ziele der Metropolregion:

  • Öffentlichen Personennahverkehr ausbauen und bestehende Verbindungen verbessern
  • Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ausbauen
  • Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge umstellen
  • Fahrradwege und Stellplätze ausbauen
Grafik zum Anteil von E-Fahrzeugen

Weiterführendes zum Thema „Ziele“:

Beiträge zum Thema „Energiewende“.

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